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| Rekordsonnenstunden im ewigen Frühling |
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Das geflügelte Wort von "Monti e Mare" ergibt sich aus dem Umstand, dass nirgends in Europa die Berge so dicht ans Meer kommen wie hier. Von den direkt benachbarten bis 2.000 m hohen Bergen eng umarmt ist der Küstenabschnitt vom Nordwind komplett abgeschirmt. Dieser wird über das parallel verlaufende Tal des Roya Flusses kanalisiert und abgeleitet. Kalte Luftmassen müssen sich ansonsten über den Gebirgsschutzwall wälzen und gelangen dadurch erst erwärmt und ausgetrocknet an die Küste. Ferner ist die Region direkt nach Süden zur Sonne ausgerichtet, was die Luftmassen zusätzlich erwärmt und trocknet.
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Diese geographische Konstellation bildet ein für das Festland einmalig mildes und sonniges, mit leichten Brisen erfrischtes Mikroklima. Es hat der Region ihre äußerst vielfältige Flora und im 18. Jahrhundert den Wohlstand des weltmarktführenden Blumenexporteurs eingebracht. Etwa zeitgleich schrieb ein britischer Romancier einen Liebesroman, der in Verbindung mit dem perfekten Klima die Blumenriviera zum Sehnsuchtsziel des wohlhabenden Fremdenverkehrs machte und nicht zuletzt die an der Küste vorherrschende mondän-romantische Architektur maßgeblich beeinflusst hat.
Die Durchschnittstemperatur im kältesten Monat des Jahres bzw. im Januar liegt in Paris bei + 2°C, in Wien bei - 1,5°C, in Berlin - 0,8°C, in Zürich - 1,2°C und in Rom bei + 6°C. Die nächste zuverlässige, autorisierte Messstation in Sanremo weist dagegen + 11,3°C auf. Darüber hinaus zeigt die Klimazone mit 2.900 Sonnenstunden pro Jahr subtropische Charakterzüge. Das entspricht in etwa dem doppelten der durchschnittlichen Sonnenscheindauer in Mitteleuropa (zum Beispiel in Deutschland je nach Region ca. 1.300 - 1900/Jahr).
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